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Hyundai Ioniq mit drei elektrifizierten Antrieben Ein neues Modell, speziell für Elektro- und Hybridantrieb

Frankfurt, 8. Februar 2016
Die koreanischen Zwillinge Kia und Hyundai glauben an eine elektrifizierte Zukunft. Kia gab kürzlich eine Hybridoffensive bekannt, und Hyundai kündigte bereits Ende 2015 ein neues Hybridmodell namens Ioniq an. Es soll auf dem Genfer Autosalon 2016 (3. bis 13. März) stehen. Nun gibt es erste Details dazu.

Aerodynamisch geschliffen
Beim Ioniq kann man zwischen drei elektrifizierten Antrieben wählen: In der zweiten Jahreshälfte 2016 starten die Hybridvariante und eine reine Elektroversion, später folgt ein Plug-in-Hybrid. Alle Varianten haben vorne den markentypischen Hexagonalgrill und erinnern am Heck vage an den Konkurrenten Toyota Prius. Mit einem cW-Wert von nur 0,24 liegt das Fahrzeug aerodynamisch gleichauf mit der demnächst startenden Version des Toyota. Zu den Hinguckern gehört beim Ioniq ein blauer Strich am vorderen und hinteren Stoßfänger. Umweltfreundliche Materialien unterstreichen den ökologischen Anspruch. So wird der Lack aus Sojaöl hergestellt, die Türverkleidungen aus recyceltem Kunststoff, pulverisiertem Holz und Vulkangestein. Für den Dachhimmel und den Teppich werden Rohstoffe aus Zuckerrohr verwendet.

Mehr PS als beim Toyota Prius
Im Ioniq Hybrid arbeitet ein 1,6-Liter-Benzindirekteinspritzer, der 105 PS sowie 147 Newtonmeter liefert und nach dem Atkinson-Prozess arbeitet. Unterstützt wird er von einem Elektromotor mit 44 PS (32 Kilowatt) und 170 Newtonmeter. Zusammen ergibt sich eine Systemleistung von 141 PS und ein maximales Drehmoment von 265 Newtonmeter. Zum Vergleich: Der neue Prius produziert nur 122 PS.

Doppelkupplung statt Planetengetriebe
Statt einer Nickel-Metallhydrid-Batterie wie Toyota verwendet Hyundai einen zeitgemäßeren Lithium-Polymer-Akku. Als Vorteile werden der weniger ausgeprägte Memory-Effekt, ein niedrigeres Gewicht sowie die größere Maximalleistung genannt. Auch beim Getriebe ist der Ioniq moderner als der Prius: Statt eines Planetengetriebes besitzt er ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Der Fahrer kann zwischen den Modi Sport und Eco wählen – dabei werden die Schaltpunkte modifiziert und die Zusammenarbeit von Benziner und E-Motor anders geregelt.

Energiesparen mit Navi-Hilfe
Auch das Hyundai Eco Driving Assistant System (ECO-DAS) hilft beim Energiesparen. Es erkundet die programmierte Strecke im Navigationssystem, berücksichtigt aktuelle Verkehrshinweise und errechnet daraus die optimale Hybrid-Strategie. Die Klimatisierung kann in einen effizienten Betriebsmodus umgeschaltet werden. Noch mehr Energie spart man, wenn man stattdessen die Sitzheizung nutzt, die nicht nur die Vorder- sondern auch die Rücksitze anwärmt. Verbrauchsdaten nach europäischer Norm liegen für den Ioniq noch nicht vor. Nach koreanischem Messstandard sind es 3,4 Liter je 100 Kilometer oder 81 Gramm CO2 je Kilometer.
(sl)

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