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Preiswertes Einstiegsnavi mit 3,5-Zoll-Display und Basisausstattung Günstig ans Ziel? Das Blaupunkt TravelPilot 100 im Test

Haar, 29. September 2008 – Wer momentan auf der Suche nach einem mobilen Navigationssystem ist, der kann sich freuen: Denn das Preis-/Leistungsverhältnis wird weiter verbessert. Bei hochwertigen Geräten bekommt der Kunde für das gleiche Geld eine immer umfangreichere Ausstattung. Bei Einstiegsgeräten sinken dagegen die Preise – und das auch bei Markenherstellern. Das günstigste Mobilnavi aus dem Hause Blaupunkt ist für 129 Euro das TravelPilot 100. Ob der preiswerte Lotse auch seinen Zweck erfüllt, haben wir für Sie getestet.

Kein billiger Eindruck
Äußerlich erweckt das TravelPilot 100 keines­wegs einen billigen Eindruck. Das Gehäuse aus schwarz-glänzendem Kunststoff wirkt ansprechend. Die quadratische Form mit abgerundeten Ecken und das nur knapp 17 Millimeter dicke Gehäuse machen den Navigator zudem kompakt und handlich. Der große blaue Knopf zum Ein- und Ausschalten bringt etwas Farbe ins Spiel und ist wohl als Anspielung auf die Herstellerfirma Blaupunkt zu verstehen.

Spärlicher Lieferumfang
Dass man für wenig Geld auch weniger bekommt, zeigt sich beim mitgelieferten Zubehör: Außer einer Saugnapfhalterung für die Windschutzscheibe, einem Autoladekabel für den Zigarettenanzünder und einer DVD mit Kartenmaterial liegt nur noch eine mehrsprachige Kurzversion der Bedienungsanleitung bei. Die Langversion ist nur als Datei auf der DVD enthalten. Ein Netzteil für die Steckdose oder ein USB-Kabel zum Laden außerhalb des Fahrzeugs sind nicht im Serienumfang enthalten. Praktisch hingegen: Der Akku kann einfach und problemlos gewechselt werden. Nicht überzeugt hat uns die Halterung. Zwar ist das Mobilnavi fest und sicher darin verankert. Doch zum Befestigen und Herausnehmen ist so viel Kraftaufwand notwendig, dass man lieber gleich die ganze Halterung abmontiert.

Übersichtliches Hauptmenü
Das Ein- und Ausschalten bereitet auch nach häufigem Gebrauch noch Schwierigkeiten. Der entsprechende Schalter muss sehr lange gedrückt werden – eher fünf als die angegebenen drei Sekunden – und häufig sind mehrere Versuche nötig, bis das Navi hochfährt. Das Hauptmenü ist sehr übersichtlich, da es nur die beiden Punkte "Navigation" und "Einstellungen" kennt. In den weiteren Unterpunkten findet sich der Nutzer problemlos zurecht. Die Zieleingabe wird durch einen Smart Speller erleichtert, der nicht mehr mögliche Buchstaben sperrt. Gefallen finden wir an der fehlertoleranten Eingabe von Städtenamen. So erkennt der Navigator beispielsweise auch dann "München", wenn der Nutzer "Munchen" eintippt. Auf dem 3,5-Zoll-Display fallen die Symbole teilweise recht klein aus. Daher ist es nicht ganz einfach, immer den richtigen Punkt mit der Fingerspitze zu treffen.

Problemlose Navigation
Das GPS-Signal findet der Lotse in der Regel innerhalb einer Minute und auch die Routenberechnung erfolgt rasch. Die Navigation selbst verläuft problemlos, die Richtungsansagen kommen rechtzeitig und wir erreichen ohne Umwege das gewünschte Ziel. Die grafische Gestaltung der Karte ist zwar einfach gehalten, dafür hebt sich die Streckenführung eindeutig ab und ist für den Fahrer gut zu erkennen. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist der Bildschirm allerdings schwer abzulesen. Auf dem Display werden neben der Entfernung auch die Fahrtdauer beziehungsweise die Ankunftszeit angegeben, ebenso die aktuell gefahrene Geschwindigkeit. Ein Tempowarner weist den Fahrer optisch und akustisch auf das Überschreiten der erlaubten Höchstgeschwindigkeit hin, was wir immer wieder als hilfreich empfinden.

Verzicht auf höherwertige Features
Auf höherwertige Features wie eine Text-to-Speech-Funktion, einen Fahrspurassistenten oder Unterhaltungsfunktionen verzichtet das TravelPilot 100. Das mitgelieferte Kartenmaterial beschränkt sich auf Deutschland, Österreich, die Schweiz und Liechtenstein. Die Auswahl an Sonderzielen (POIs) beinhaltet die wichtigsten Punkte, aber nur in begrenztem Umfang. Neben Parkplätzen, Tankstellen und Krankenhäusern sind diverse Sehenswürdigkeiten, Hotels und Restaurants verzeichnet. Um das Gerät vor unbefugtem Zugriff zu schützen, kann das TravelPilot 100 mit einem PIN-Code gesichert werden. Für 169 Euro bietet Blaupunkt das Schwestermodell TravelPilot 200 an. Dieses besitzt zusätzlich einen integrierten Empfänger für den Verkehrsservice TMC (Traffic Message Service) und ermöglicht so eine dynamische Routenführung inklusive automatischer Stauumfahrung.

(mn)

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