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ADAC-Test: So stark lenken Radio und Co. den Fahrer ab Im Blindflug in den Tod

München, 11. April 2013
Moderne Autos werden immer vernetzter, oft kommt es auf der Mittelkonsole zum Krieg der Knöpfe. Wie gefährlich das sein kann, zeigt der Automobilclub ADAC nun in einer Untersuchung.

Blick von der Straße
Wie ernst die Problematik ist, zeigt eine Zahl: Sieht man bei Tempo 130 nur vier Sekunden nicht auf die Straße, legt man währenddessen fast 145 Meter zurück. In dieser Zeit hat der Fahrer kaum eine Chance zu reagieren. Die Versuchspersonen des ADAC mussten eine Radiofrequenz suchen und den Sender speichern. Zusätzlich sollte im Bordcomputer der Durchschnittsverbrauch und die Restreichweite gecheckt werden. Gemessen wurde, wie oft der Blick während des Bedienvorgangs von der Straße gewandt war sowie die Gesamtzeit aller Bedienanwendungen.

Gefahr durchs Radio
Die größte Ablenkung war für alle Probanden die Radiofrequenzsuche. Durchschnittlich benötigten sie dafür elf Blicke, was in Summe eine Ablenkzeit von rund zwölf Sekunden bedeutet. Die Restreichweite im Bordcomputer zu kontrollieren, dauerte durchschnittlich 4,4 Sekunden und vier Blicke. Die längsten Einzelblicke betrugen dabei im Schnitt etwas über zwei Sekunden, was schon bei Tempo 50 eine Wegstrecke von knapp 30 Metern bedeutet – das entspricht etwa sechs geparkten Fahrzeugen. Bei 100 km/h sind es etwa 55 Meter und bei 130 km/h sind es sogar über 70 Meter, die man im Blindflug zurücklegt. Als Fazit mahnt der ADAC zu voller Konzentration und rät Autofahrern, sich während der Fahrt möglichst wenig ablenken zu lassen.
(rh)

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