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Das ändert sich im neuen Jahr 2017 wird teuer für Autofahrer

München, 29. Dezember 2016
Das neue Jahr bringt einige gesetzliche Änderungen für die deutschen Autofahrer mit sich. Dabei wird es an einigen Stellen deutlich teurer. Der Automobilclub "Mobil in Deutschland" hat die wichtigsten Veränderungen zusammengestellt.

Führerschein
Bereits beim Führerschein muss man zukünftig tiefer in die Tasche greifen. Die theoretische Prüfung kostet künftig 11,90 Euro statt wie bisher 11,00 Euro. Für die inzwischen übliche Prüfung am Computer werden 10,60 Euro fällig. Die praktische Pkw-Prüfung soll 91,50 Euro kosten. Die praktische Motorrad-Prüfung verteuert sich auf 121,38 Euro.

Hauptuntersuchung
Eine ordentliche Erhöhung ist auch bei der Hauptuntersuchung geplant. Hier steigen die Gebühren von 35 auf 54,86 Euro. Grund dafür sind die Emissionsmessungen, die künftig wieder am Endrohr vorgenommen werden, da die On-Board-Diagnose nicht zuverlässig genug ist.

Handynutzung am Steuer
Das Smartphone darf am Steuer nicht verwendet werden – das ist nichts Neues. Wegen der Ablenkung des Fahrers wird das Bußgeld jedoch nun von 60 auf 100 Euro erhöht. Auch die Nutzung von Tablets, E-Book-Readern und Videobrillen ist künftig verboten.

Benzinpreise
Auch die Benzinpreise werden voraussichtlich wieder steigen. Nach einem für Autofahrer günstigen Jahr haben sich die großen Ölstaaten auf eine Reduzierung der Fördermenge geeinigt. Die ersten Folgen sieht man schon jetzt zum Jahresende. Vorbei ist wohl die Zeit, wo der Liter Diesel zum Teil unter einem Euro zu bekommen war.

Ampel-Regelung
Fahrradfahrer auf Radwegen mussten bisher die Fußgängerampeln beachten, wenn keine Fahrradampel vorhanden war. Ab 2017 gilt nun die gleiche Ampel wie für die Autofahrer. Für Pkw-Lenker bedeutet das: Auch bei roter Fußgängerampel kann ein Radler daherkommen – also Augen auf beim Rechts- und Linksabbiegen.

Rettungsgasse
Damit im Stau auf der Autobahn der Notarzt und die Polizei besser durchkommen, sollte man eine Rettungsgasse bilden. Da das bisher selten funktionierte, gibt es ab 2017 nun eine feste Vorschrift: Bei Stau oder Schrittgeschwindigkeit muss zwischen der äußersten linken und der angrenzenden rechten Spur eine Gasse gebildet werden. Bei Straßen mit 3 oder 4 Spuren muss die Rettungsgasse ebenfalls neben der linken Spur (und nicht in der Mitte) gebildet werden.

Tempo 30
Trotz der Forderungen nach Tempo 30 in der Stadt bleibt es bei dem allgemeinen Tempolimit von 50 km/h. Doch Tempo-30-Zonen dürfen nun öfter an Unfallschwerpunkten wie etwa Schulen, Altenheimen oder Kindergärten eingerichtet werden.

Höhere Bußgelder im Ausland
Wer in die Niederlande oder nach Italien fährt, muss ab Januar 2017 bei Verkehrsverstößen höhere Strafen zahlen. In Italien kostet zum Beispiel die Handybenutzung ohne Freisprecheinrichtung bis zu 650 Euro plus Führerscheinentzug für bis zu zwei Monate. Für deutsche Autofahrer ist Letzteres gleichbedeutend mit einem Fahrverbot in Italien. Auch das Handy kann eingezogen werden. In Paris droht ab 2017 dem ein Bußgeld, der mit einem älteren Auto (vor Baujahr 1997) innerhalb des Stadtautobahnrings unterwegs ist.
(sl)

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