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GTÜ testet zwölf Cockpitreiniger Die richtige Chemie gegen Schmutz und Schmiere

Stuttgart, 27. Dezember 2016
Zu Ihren guten Vorsätzen zum Jahreswechsel gehört vielleicht auch dazu, das Auto mal wieder richtig von innen zu reinigen. Fürs Cockpit und die Kunststoffteile im Fond sollten Sie allerdings nicht irgendeinen Reiniger verwenden, so die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung. Stark lösungsmittelhaltige Substanzen wie etwa Terpentin oder Nagellackentferner greifen unter Umständen die Oberfläche der Airbag-Module an. Bei einem Unfall besteht dann die Gefahr, dass sich beim Entfalten des Airbags harte Kunststoffteile lösen und schwere Verletzungen verursachen.

Zwölf Reiniger im Test
Aber welche Cockpitreiniger sind empfehlenswert? Die GTÜ hat zwölf Produkte getestet. Testsieger mit dem Prädikat "sehr empfehlenswert" wurde caramba Cockpit-Spray Fresh, gefolgt von sechs ebenfalls sehr empfehlenswerten Produkten: Nigrin Cockpit-Spray, Aral Cockpit Spray, PrimAuto Cockpit Pflege, ArmorAll Tiefenpfleger, Sonax Cockpit Pfleger und RS 1000 Cockpit-Pflege. Auf den weiteren Plätzen folgen noch einmal fünf "empfehlenswerte" Produkte von biloxxi, Liqui Moly, Meguiar‘s, Aero und Audi, die unter den Bezeichnungen "Cockpit-Pflege" beziehungsweise "Interior Cleaner" firmieren.

Von Staub bis Schmiere
Untersucht wurden Anwendung, Reinigung/Wirkung, Verträglichkeit und Kosten. In puncto Anwendung ging es um den Informationsgehalt der Bedienungsanleitungen, aber auch um Dosierbarkeit, Verteilbarkeit und Ergiebigkeit der Mittel. Entscheidend war allerdings die Prüfung der Reinigungswirkung. Sechs "Testschmutze" von Staub über Kugelschreiberstriche, Salzlösung, Cola-Orangensaftgemisch, Milchkaffee bis hin zum Schmierfett mussten beseitigt werden, ohne den Kunststoff anzugreifen. Außerdem sollten die Reiniger auf Fußmattengummi die Rutschgefahr nicht erhöhen. Pedalgummis und Lenkrad sollte man übrigens nicht mit Reinigern säubern, um die Rutschgefahr zu vermeiden.

Wagenschmiere macht am meisten Probleme
Das Ergebnis lässt sich alles in allem als befriedigend bis sehr gut beschreiben. Die größten Probleme machte allenfalls die Wagenschmiere, mit der knapp die Hälfte der Reiniger nicht gut zurechtkam. Staub sowie Salzwasser und erstaunlicherweise auch das Cola-Saftgemisch konnten sich im automobilen Kunststoff hingegen nicht nachhaltig verewigen. Alle Reiniger sorgten hier für makellose Sauberkeit. Vor der Putzaktion sollten Sie allerdings noch einen Blick in die Bedienungsanleitung Ihres Autos werfen. Beachten Sie die Pflegehinweise und die sicherheitsrelevanten Warnungen, etwa vor lösemittelhaltigen Reinigern. Und dann ans Werk.
(sl)

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