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Was hat sich nach dem Facelift alles geändert? Im Schnelltest: BMW 440i Coupé

Berchtesgaden, 28. April 2017
Was erfolgreich ist, muss eigentlich kaum überarbeitet werden. So ist es auch bei der 4er-Reihe von BMW. Seit 2013 wurden weltweit fast 400.000 Fahrzeuge verkauft, besonders beliebt ist das viertürige Gran Coupé. Trotzdem wurden jetzt einige Verbesserungen vorgenommen. Wir haben sie beim BMW 440i Coupé testen können.

Was hat sich optisch geändert?
Um die "neuen" 4er-Modelle zu erkennen, muss man schon genau hinsehen. BMW baut nun serienmäßig LED-Scheinwerfer mit geänderter Leuchtengrafik ein, auch am Heck sind LED-Lampen jetzt serienmäßig. Hinzu kommen außen überarbeitete Lufteinlässe und eine neue Heckschürze. Innen gibt es neue Chromapplikationen, eine doppelte Ziernaht auf dem Armaturenbrett und eine hochglänzend schwarze Mittelkonsole. Wer das teuerste Navigationssystem namens "Professional" ordert, erhält eine Bedienoberfläche mit verschiebbaren Kacheln. Eine weitere Option ist das multifunktionale Instrumentendisplay. Je nach gewähltem Fahrmodus blickt der Fahrer auf andere Anzeigen.

Gibt es technische Neuerungen?
Ja, aber sie fallen eher in die Kategorie "Feinschliff". Das betrifft insbesondere die Fahrwerke (es gibt optional auch eine M-Version und eine adaptive Version) von Coupé und Gran Coupé: Sie wurden gestrafft, um ein noch sportlicheres Fahrverhalten zu erzielen. Laut BMW wurden sowohl die quer- als auch die längsdynamischen Fahreigenschaften in allen Beladungszuständen verbessert. Bei allen 4er-Modellen hat man den Geradeauslauf und die Lenkungsrückmeldung optimiert.

Merkt man das beim Fahren?
Teilweise, und das ist gut so. Trotz der Straffung bietet das Fahrwerk mehr als genügend Restkomfort und wird nicht im Geringsten zum Plombenzieher. Selbst im Sport-Modus bleibt das so, hier arbeitet die Lenkung noch einen Tick direkter. Aber egal, welcher Fahrmodus gewählt wird: Man hat das Auto im Griff und nicht umgekehrt. Auf kurvigen Bergstraßen ließ sich mein Mitfahrer zu dem Satz hinreißen: "So muss Autofahren sein!".

Welchen Motor soll ich nehmen?
Die Benziner-Palette im 4er-BMW wurde bereits 2016 überarbeitet und reicht von 184 PS im 420i bis zu 326 PS im 440i. Wer lieber einen Diesel möchte, hat die Wahl aus einem Angebot, das von 190 PS bis 313 PS reicht. Eine Ausnahme betrifft das Gran Coupé: Hier ist auch der 150 PS starke 418d lieferbar. Mein Tipp: Zur feschen Optik des 4er passt der (mit Ausnahme des M3) einzige Sechszylinder im Programm. Der 440i begeistert mit sahnigem Klang und harmoniert bestens mit der Achtgang-Automatik. Im Vergleich dazu hat sich BMW beim vierzylindrigen 430i zwar daran versucht, einen stämmigen Klang zu komponieren. Aber die Betonung liegt auf "versucht", der Lustfaktor kommt einfach nicht an den Reihensechser heran.

Und was kostet der Spaß?
Es ist teurer geworden, einen neuen 4er-BMW zu fahren. Teilweise ist das aber auch dem Umstand geschuldet, dass nun die Advantage-Ausstattung die neue Basis bildet. Serienmäßig ist hier neben den LED-Scheinwerfern jetzt eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik. Die Preise beginnen nach dem Facelift bei den 420i-Modellen mit 39.650 Euro für Gran Coupé und Coupé, das (Blechdach-)Cabrio kostet mindestens 46.800 Euro. Der Zuschlag für die Modellpflege liegt zwischen 1.350 und 1.400 Euro. Bei dem von uns gefahrenen 440i Coupé steigt der Preis von 50.000 Euro auf nun 52.800 Euro.
(rh)

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