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Wir sind die tschechische Mittelklasselimousine gefahren Der 150 PS starke Skoda Superb 1.8 Turbo Elegance im Test

Haar, 27. Dezember 2007
Der Name Superb bezeichnet das Topmodell der Skoda-Flotte. Kein Wunder, bedeutet das englische Wort "superb" im Deutschen soviel wie erstklassig, prächtig oder hervorragend. Wir sagen Ihnen, ob unser Testwagen diesem Anspruch gerecht wird.

Eindrucksvoller Skoda
Der Skoda Superb macht Eindruck. Er trägt einen markanten Kühlergrill und hat mittlerweile von den kleineren Modellen Fabia und Octavia das Design der Heckleuchten übernommen. Selbstbewusst stellt er Außenspiegel mit integrierten Blinkern zur Schau. Der Superb ist unauffällig, trotzdem wirkt er schick. Der lange Radstand von 2.803 Millimeter und die damit verbundenen langen hinteren Türen ermöglichen den Passagieren einen bequemen Einstieg. Speziell auf der Rückbank wird außergewöhnlich viel Platz geboten. Mehr jedenfalls als im Passat, auf dem der Superb basiert. Allerdings hat der Wolfsburger auch ein etwa zehn Zentimeter kürzeren Radstand.

In 9,3 Sekunden auf Tempo 100
Unser Testwagen ist mit dem 1,8 Liter großen Turbo-Benziner ausgestattet. Die Leistung des Vierzylinders liegt bei 150 PS, die er bei einer Drehzahl von 5.700 Umdrehungen realisiert. Das an der Vorderachse anliegende Drehmoment von 210 Newtonmeter steht zwischen 1.700 und 4.600 Touren zur Verfügung. Die Beschleunigung des Tschechen ist mit einer Sprintzeit von 9,3 Sekunden recht ansehnlich. So der Wert auf dem Papier, in der Praxis fühlt sich die Beschleunigung deutlich langsamer an. Für den normalen Alltagsgebrauch reicht die Spritzigkeit allemal. Eine Höchstgeschwindigkeit von 216 km/h garantiert auch über lange Strecken ein angenehmes Reisetempo. Der Verbrauch von durchschnittlich 10,8 Liter während unserer Testfahrten liegt für ein Fahrzeug dieser Klasse absolut im Rahmen.

Schicker Innenraum mit Mängeln
Für unseren Geschmack dürfte das Fahrwerk allerdings eine Spur härter sein. Vor allem auf kurviger Strecke hat die Federung Mühe, das Fahrzeug am Wanken zu hindern. Jedoch ist der Komfort auf langen Strecken sehr gut und auch die gröbsten Unebenheiten werden geschluckt. Dazu tragen auch die bequemen Sitze bei. Die hohen Ansprüche, die der Name Superb weckt, können wir allerdings für den Innenraum nicht zu 100 Prozent bestätigen. Die Innenausstattung hinterlässt im Großen und Ganzen einen guten Eindruck. Bei genauerer Betrachtung fällt aber die teilweise ungenaue Verarbeitung und die Verwendung von einfachen Materialien auf. So fiel während unseres Tests durch bloßes Drücken die Verkleidung des Armaturenbretts rund um das Navigationssystem heraus.

Mit Regenschirm in der Seitentür
Zur Serienausstattung unserers Testwagens mit der Ausstattungsvariante "Elegance" gehören unter anderem sechs Airbags, 17-Zoll-Leichtmetallräder, Bi-Xenon-Scheinwerfer, ein Navigationssystem, ein Tempomat, eine Lederausstattung und Nebelscheinwerfer. Ein besonders pfiffiges Detail ist der Regenschirm, der in einer Klappe in der hinteren Seitentür untergebracht ist. Eine Finesse, die auch die Luxuslimousinen von Maybach im Kofferraumdeckel besitzen, allerdings kosten diese deutlich mehr.

Ab 25.640 Euro
In der Grundausstattung Comfort kostet der Superb mit 150-PS-Aggregat 25.640 Euro. Die getestete Elegance-Version schlägt mit 31.340 Euro zu Buche. Volkswagen verlangt für den 160 PS starken Passat 1.8 TSI in der Basisversion "Trendline" 27.125 Euro. Der Einstiegsbenziner des neuen Audi A4 mit 160 PS starkem 1.8-TFSI-Triebwerk in der Ausstattungslinie "Attraction" steht für 28.950 Euro bei den Händlern. Der 145 PS starke Ford Mondeo 2.0 Duratec in der "Ghia"-Variante kostet 25.775 Euro, für den Opel Vectra 2.2 Direct Ecotec Edition Plus mit 155 PS sind 28.120 Euro fällig.
(os)

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