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Kann der 165-PS-Benziner auch Langstrecke? Dicke Eleganz von Citroën

Haar, 4. Oktober 2017
Als vernünftiger Mensch würde man im Konfigurator des Citroën Grand C4 Picasso herumklicken, zur Kenntnis nehmen, dass es einen 165-PS-Benziner gibt und dann einen kleineren Motor auswählen. Oder? Naja, in diesem Fall spricht tatsächlich viel für den größten Benziner. Es handelt sich natürlich nicht um ein Leistungsmonster, dennoch schiebt der Vierzylinder immer gut an. Das fällt bei Autobahntempo besonders angenehm auf. Zu einem Schluckspecht wird er dabei zudem nicht.

Sparsam auf der Langstrecke
Folgendes Beispiel: Wir sind im C4 eine Strecke von rund 800 Kilometer gefahren, beladen mit drei Redakteuren und großzügig Gepäck. Die Strecke führte vorwiegend über die Autobahn, die Geschwindigkeit lag selten unter 130 und gelegentlich über 180. Ergebnis: ein Verbrauch von 8,2 Liter auf 100 Kilometer. Nicht schlecht. Antrieb und Sechsgang-Automatik harmonieren dabei wie Crêpes und Suzette, das Fahrwerk federt fluffig wie ein Eclair und die Lenkung legt so viel Wert auf Feedback wie ein französischer Kellner. Zusammen ergibt das ein enorm entspanntes Reisevehikel.

Besser ohne dritte Sitzreihe
Nachteile? Ja, die dritte Sitzreihe. Sie verteuert den Wagen um 700 Euro, erhöht das Gewicht um 95 Kilo auf 1 648 Kilo und ist maximal als Notsitzgelegenheit auf Kurzstrecken zu gebrauchen. Die Bedienung des Infotainments freut zwar Fans von ungewöhnlichem Design, birgt aber umständliche Lösungen für einfache Probleme.Davon abgesehen hat der C4 die liebenswerte Persönlichkeit eines Familienhundes, ist mit bis zu 830 Kilo Zuladung aber viel praktischer. Der Preis geht auch in Ordnung. Vor allem, wenn man nicht die getestete Shine-Ausstattung (34.190 Euro) nimmt, sondern Selection. Dann geht es bei 28.790 Euro los.
(dh)

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