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So fährt sich der Toyota Auris 1.2T Touring Sports Druck-Sache: Kombi mit Turbo-Otto im Test

Brüssel (Belgien), 9. März 2016
Der bei den Kunden beliebteste Antrieb für den Auris ist der Hybrid. Etwa die Hälfte aller Kompakt-Toyotas verlässt die Händler mit dem Doppel aus Verbrenner und Elektromotor. Doch nicht jeder will mit der Kraft der zwei Herzen unterwegs sein, zumal der Hybride mehr auf Spritsparen als auf Fahrspaß ausgelegt ist. Als reine Otto-Alternative hat der Hersteller daher vor wenigen Monaten einen Turbomotor ins Programm genommen. Der komplett neue Direkteinspritzer holt 116 PS aus 1,2 Liter Hubraum, das Aggregat ist sowohl für den Fünftürer als auch für den Kombi namens Touring Sports zu haben. Wie diese Maschine den Auris voranbringt, haben wir ausprobiert.

10,4 Sekunden auf Tempo 100
Der Turbobenziner ist in unserem Testwagen an eine Sechsgang-Handschaltung gekoppelt. Im Leerlauf und bei niedrigen Touren arbeitet der Vierzylinder überraschend leise, erst bei hohen Touren ist er deutlich zu hören. Nachdem die Maschine eine spürbare Trägheit beim Anfahren überwunden hat, geht sie ab 1.500 Touren mit ordentlich Druck zur Sache. Der Kombi rennt in akzeptablen 10,4 Sekunden auf Tempo 100 und schafft 195 km/h Spitze. Zum Vergleich: Der Fünftürer mit dem gleichen Motor braucht 10,1 Sekunden und knackt immerhin die 200-km/h-Marke.

Exakte Schaltung mit langen Wegen
An der Sechsgang-Box haben wir nur wenig auszusetzen. Die Gänge lassen sich exakt an die richtige Stelle platzieren, nur die Schaltwege dürften gern etwas kürzer sein. Ein stufenloses CVT-Getriebe kostet 1.600 Euro Aufpreis. Eine Wandlerautomatik oder ein Doppelkupplungsgetriebe sind für den Auris nicht zu haben.

Direkte Lenkung
Die leichtgängige und direkte Lenkung erlaubt es, den kompakten Toyota agil durch Serpentinen zu wedeln, die Steuerung vermittelt genügend Feedback von der Straße. Das tut allerdings auch die Federung: Querrillen und kleinere Unebenheiten sind doch deutlich zu spüren. Im Großen und Ganzen ist das Fahrwerk für den Alltag aber ausreichend komfortabel abgestimmt.

530 bis 1.658 Liter Stauvolumen
Schauen wir uns innen um: Der Auris Kombi bietet vorn und im Fond genügend Platz für die Fahrgäste. Die Vordersitze sind bequem und geben ausreichend Seitenhalt. Das 530 Liter große Stauabteil lässt sich dank der niedrigen Kante gut beladen. Nach wenigen Handgriffen klappen die Rücksitze nach vorn und vergrößern so das Gepäckvolumen auf 1.658 Liter. Das ist ein super Wert für die Kompaktklasse. Der VW Golf Variant beispielsweise bietet insgesamt 1.620 Liter, ein Ford Focus Turnier kommt auf 1.502 Liter.

Funktionale Einrichtung
Das Cockpit des Auris ist schick gestaltet und funktional eingerichtet. Bis auf die Basisversion ist eine Klimaautomatik immer ab Werk dabei, gegen 590 Euro Aufpreis gibts ab der Ausstattungslinie Comfort ein Navigationssystem mit großem Display. Bei unserem Testwagen in der Top-Linie Executive ist das Armaturenbrett mit einem lederähnlichen Material bezogen und weiß vernäht – das wirkt edel. Der schwarze Klavierlack an der Mittelkonsole ist allerdings Geschmackssache: Sieht zwar gut aus, aber man sieht jeden Fingerabdruck.

Auris 1.2T Fünftürer: Ab 20.990 Euro
Der Auris 1.2T kostet als Fünftürer 20.990 Euro, der Kombi ist 22.190 Euro teuer, beide sind erst ab der dritten Ausstattungslinie "Comfort" zu haben. Für die von uns getestete Top-Version "Executive" müssen mindestens 24.990 Euro überwiesen werden. Dafür wird der Wagen aber schon mit einer Fülle feiner Features ausgeliefert. Dazu gehören unter anderem 17-Zoll-Felgen, getönte Fondscheiben, Licht- und Regensensoren, Parkpiepser vorn und hinten, ein Schlüssellos-System und ein Multimedia-System mit Sieben-Zoll-Touchscreen. Sehr viel höher lässt sich dieser Preis nicht treiben: Zu den empfehlenswerten Extras gehören das erwähnte Navigationsgerät, Voll-LED-Scheinwerfer für 950 Euro und das Notbremssystem Safety Sense für 550 Euro.
(hd)

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