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Kratzt der Isuzu D-Max am VW Amarok-Thron? Verstecken unnötig!

Haar, 11. April 2013
Eine stattliche Erscheinung ist er ja, der neue Isuzu D-Max. Mit einer Länge von 5,29 Metern übertrifft er den Platzhirsch am Pickup-Firmament, den VW Amarok, um mehr als 10 Zentimeter. Trifft aber der großspurige Werbespruch der Marketingabteilung "Das Beste aus Nutzfahrzeug und PKW" wirklich zu? Um dies herauszufinden, testen wir die DoubleCab-Variante mit optionalem Hardtop in der mittleren Ausstattung Custom. Diese trumpft bereits ab Werk mit einer umfangreichen Serienausstattung und bietet unter anderem mit einer Klimaanlage, einem USB-fähigen CD-Radio und 17-Zoll-Leichtmetallräder einiges an Komfort an.

Durchgestylte Schrankwand
Optisch gefällt der neue D-Max auf den ersten Blick. Die Formen sind dynamisch gezeichnet und zeigen ein von vorne nach hinten passendes Gesamtbild. Die eigenartig aufrecht blickenden Scheinwerfer der letzten Generation wurden durch in die Länge gezogene Projektionsscheinwerfer ersetzt und bilden gemeinsam mit dem chromfarbenen Kühlergrill eine nahezu sportliche Front. Das Heck zeigt sich in seiner Klarheit ohne jeglichen Schnickschnack spartanisch kühl, lediglich die ebenfalls in Chrom gehaltenen Stoßstangen und der Griff der Heckklappe fallen ins Auge des Betrachters. Dank des optionalen Hardtops wirkt der Pick-up insgesamt wie ein durchgestylter riesiger Schrank auf Rädern, groß genug für den kompletten Monatseinkauf einer fünfköpfigen Familie. Nachteil des Hardtops: die Glasscheiben sind weder beheizbar noch verfügt die Heckscheibe über einen Scheibenwischer. Zusätzlich spiegelt alles beim Blick durch die insgesamt drei Glasscheiben so enorm, das man mehr den vorderwärtigen Verkehr sieht, als das was hinter einem passiert. Eine Einparkhilfe oder Rückfahrkamera gibt es leider nicht einmal gegen Aufpreis.

Mehr Platz als man braucht
Im Innenraum erwartet uns der D-Max mit angenehm anzufassendem Kunststoff und guter Verarbeitung. Die Instrumente und das Cockpit sind funktional gestaltet und wirken dank silberfarbenen Akzenten modern. In der vorderen Reihe sind die Sitze bequem und bieten auch für Großgewachsene genügend Beinfreiheit und Seitenhalt. Ähnliches gilt auch für die zweite Sitzreihe, lediglich für Passagiere jenseits der 1,90 Meter wird es hier etwas eng. Dafür glänzt der Wagen dank seiner hohen Sitzposition durch eine sehr gute Rundumsicht. Die Ladefläche bietet mit jeweils knapp 1 1/2 Metern in Länge und Breite und einer Höhe von 46,5 Zentimetern mehr als genug Platz.

Rumpeln war gestern
Angetrieben wird der Pick-up von einem 2,5-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel mit 163 PS und 400 Newtonmeter Drehmoment. Übertragen wird die Kraft, je nach Wunsch mit oder ohne Allrad, lediglich durch eine Fünfgang-Automatik. Diese schaltet zwar sanft und ohne nennenswerte Unterbrechungen, gönnt sich beim Anfahren aus dem Stand jedoch gerne mal eine Extra-Sekunde Bedenkzeit. Dank seines tadellosen Geradeauslaufs selbst bei hohen Geschwindigkeiten, der direkten Lenkung und, zu unserer Verwunderung trotz blattgefederter Hinterachse, der angenehmen Federung ohne jegliches Rumpeln fährt sich der Pick-up überaus solide und lässt keinen Hauch von Unsicherheit aufkommen.
(fg)

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