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Volvo V60 T6 AWD Polestar im Test Audi S4 auf Schwedisch

Berchtesgaden, 14. Februar 2012
Kennen Sie Polestar Racing? Falls nein, ist das nicht weiter schlimm. Bisher ist der schwedische Motorsport-Spezialist vor allem als Partner von Volvo in verschiedenen Tourenwagen-Serien in Erscheinung getreten. Ab sofort sollte man sich den Namen allerdings merken. Denn Volvo bietet jetzt gemeinsam mit Polestar Leistungssteigerungen für zahlreiche Modelle an. Die Speerspitze bildet dabei ein auf 329 PS maximierter Sechszylinder-Turbobenziner, der unter anderem für die Mittelklasse-Baureihe erhältlich ist. So können der S60 und sein Kombibruder V60 nun in einer Liga mit dem Audi S4 (333 PS) und dem Opel Insignia OPC (325 PS) mitmischen. Wir sind den V60 T6 AWD Polestar gefahren.

Stärkster Volvo-Motor wird noch stärker
Das aufgeladene Dreiliter-Aggregat des Kombis ist bereits mit den werksseitigen 304 PS das aktuell stärkste Triebwerk im Volvo-Programm. Mittels einer speziellen Motorsteuerung entlockt Polestar der Maschine 25 PS und 40 Newtonmeter zusätzlich. Diese Kraft merkt man dem V60 T6 AWD anfangs kaum an. Es gibt kein lautes Aufheulen beim Start, der Gasfuß muss nicht allzu sensibel agieren – und hätten wir nicht die R-Design-Variante mit tiefer gelegtem Fahrwerk, 18-Zöllern und diversen sportlichen Accessoires gewählt, würde man dem Kombi seine Power kein bisschen ansehen.

Aus dem Lademeister wird ein Sport-Kombi
Ein beherzter Tritt aufs Gaspedal offenbart dann allerdings, was im leistungsgesteigerten V60 alles steckt. Der Sound wird kerniger, die Beschleunigung rasanter und der immerhin über 1,8 Tonnen schwere Lademeister verwandelt sich in einen echten Sport-Kombi. Den Spurt von null auf 100 absolviert der Polestar in 5,9 statt 6,2 Sekunden, unverändert ist bei 250 km/h Schluss. Positiv: Der Verbrauch soll trotz der Zusatz-PS nicht ansteigen, 10,2 Liter gibt der Hersteller pro 100 Kilometer an. Die Sechsstufen-Automatik schaltet zwar sanft und schnell, reicht in Sachen Dynamik aber nicht an das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe des Audi S4 heran. Zudem vermissen wir im V60 Schaltwippen am Lenkrad.

Überzeugend auf Eis und Schnee
Der serienmäßige Allradantrieb des V60-Topmodells zeigt seine Stärken bei unserer Testfahrt über winterliche Alpenstraßen. Im Normalzustand werden 95 Prozent der Motorleistung auf die Vorderachse übertragen, bei Bedarf schickt die elektronische Haldex-Kupplung stufenlos bis zu 65 Prozent auf die Hinterräder. Das Durchdrehen einzelner Räder wird vom AWD-System in Zusammenarbeit mit dem ESP verhindert. Daraus resultiert selbst auf Schnee und Eis eine gute Traktion, gleichzeitig lässt sich der V60 problemlos in der Spur halten.

Software zum günstigen Preis
Zum 329-PS-Kraftpaket mutieren der S60 und der V60 in allen Ausstattungsvarianten für lediglich 1.199 Euro extra. Soviel wird für die Polestar-Software fällig, die bei jedem offiziellen Volvo-Partner installiert werden kann. Zum selben Preis ist dort auch eine Leistungskur für alle aktuellen Volvo-D5-Dieseltriebwerke erhältlich. Statt 215 stehen für die Selbstzünder dann 230 PS zur Verfügung.
(mn)

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