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Ein besonderer Porsche 911 von DP Motorsport Speedster im Retro-Look

Overath, 8. Mai 2018
Speedster: Diesem Namen haftet bei Porsche etwas Magisches an. Der 356 zeigte sich 1954 erstmals als spartanischer Roadster mit dem markanten Buckel hinter den Vordersitzen. Beim 911 dauerte es bis zum Modelljahr 1988, bis wieder eine Kleinserie von knapp 2.100 Speedster gebaut wurde. Es gibt also keinen 911 Speedster in der Ur-Optik des Elfers. Bis jetzt: DP Motorsport zeigt einen sehr sehenswerten Umbau.

Ein Elfer im ständigen Umbau-Modus
Aber der Reihe nach: Das Fahrzeug wurde 1989 als Porsche 911 Targa 3.2 in die USA ausgeliefert. Ende der 1990er-Jahre wurde der Targa zu einem Speedster umgebaut und später nach Deutschland gebracht. Porsche-Puristen müssen also keine Angst haben, dass DP Motorsport einen originalen Speedster durch die Mangel gedreht hat. So weit, so gut, doch dem Eigentümer war die Optik des Wagens (Sie erinnern sich: 1989) zu modern. Und nun kommt DP Motorsport ins Spiel.

Aus G mach F
In Overath bei Köln bekam der 911 ein sogenanntes "F-Modell-Bodykit dp11F Carrera-Widebody". Porsche-Fans wissen: Lange wurden die Modelljahre des Elfers alphabetisch durchbuchstabiert. Weil das G-Modell mit den höhergelegten und massiveren Stoßstangen 1973 herauskam, steht F also für das letzte klassische Jahr 1972. Zu der Retro-Optik gesellen sich ein Zoll breitere Radläufe und eine leicht tiefer gezogene Frontschürze. Dezente Seitenschweller verdecken die Ölleitungen und verschönern laut DP Motorsport die Schwellerunterkanten. Der vorhandene Zwei-Rohr-Endschalldämpfer wurde optisch an die neue Heckschürze angepasst. Lackiert ist der flache 911 in Nardograu.

Darf es etwas mehr sein?
Aber der große Porsche-Umbau soll im kommenden Winter noch weitergehen: Für den Speedster ist eine dritte Phase vorgesehen, bei der ein in Höhe, Zug und Druckstufe separat einstellbares Clubsport-Gewindefahrwerk von KW installiert wird. Zusätzlich werden dann PU-Lager der Firma Superpro zur Reduzierung des Spiels in den Achslagern verbaut. Und dem noch serienmäßig 218 PS aus 3,2 Liter Hubraum leistenden Motor mit dem 5-Gang-G50-Getriebe wird dann durch die Verwendung von Schrick-Nockenwellen, einer großen Drosselklappe, einem Fächerkrümmer sowie der individuellen Abstimmung auf dem Prüfstand ein kleiner Leistungsschub auf rund 260 PS verpasst. Zur Abrundung gibt es dann noch 7x16 Zoll messende Felgen mit 205er-Bereifung an der Vorderachse und 245er-Schlappen an der Hinterachse.
(rh)

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