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Tuner verleiht offenem Rolls noch mehr Opulenz und Power Breitbau für den Rolls-Royce Dawn

Stetten, 14. November 2017
Als neutraler Beobachter hätte man ja gehofft, dass es für Derartiges kein Geschäft gibt. Gibt es aber offenbar doch, denn Tuner Spofec, Teil der Novitec-Gruppe, legt schon seit längerem Hand an die edlen Gefährte aus Bracknell. Die neueste Kreation von Spofec (der Name leitet sich ab von der ikonenhaften Rolls-Royce-Kühlerfigur SPirit OF ECstasy) basiert auf dem Cabrio Dawn. Und ob der Dawn es wollte oder nicht, ihn ziert nun ein komplett neues Bodykit samt voluminösem Breitbau. Spofec versieht seinen jüngsten Spross gewohnt zurückhaltend mit dem unmissverständlichen Namen "Overdose". Immerhin: Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.

Breitbau á la Strosek
Mitverantwortlich für das opulente Äußere des Overdose ist kein geringerer als Breitbau-Papst Vittorio Strosek. Menschen über 30 werden sich an legendäre 80er-Jahre-Porsche mit sehr sehr viel breiteren Kotflügeln erinnern. Für den Dawn setzen Spofec und Strosek auf ein komplettes Carbon-Kit, das so gut wie alles verändert, was sich Rolls-Royce einst an Design für sein Edel-Cabrio ausgedacht hat. Besonders markant: Die neuen XXL-Kotflügel, die den Spofec-Dawn vorne um sieben und hinten gleich um 13 Zentimeter in die Breite ziehen. An der Hinterachse misst der getunte "Roller" damit unzüchtige 2,08 Meter. Die bemitleidenswerten Pagen beim Valet Parking werden den Overdose dafür lieben.

22-Zöller und Tieferlegung
Der "Vorteil" von derart viel Radkasten-Opulenz: Es passen wahrhaft gigantöse Räder darunter. Im Falle des ge-Spofec-ten Dawn sind es 9 und 10,5x22-Zoll-Räder mit 265er- und 295er-Bereifung. Tiefergelegt wird natürlich auch. Per Steuermodul fürs Luftfahrwerk geht der Overdose um 40 Millimeter in die Knie. Ab 140 km/h hebt er sich dann wieder auf Originalniveau an.

Fast 1.000 Newtonmeter
Wie Sie sich denken können, macht Spofec auch vor dem 6,6-Liter-Biturbo-V12 des Rolls-Royce Dawn nicht halt. Was dieses Auto nämlich am dringendsten gebraucht hat (neben einem Breitbau), ist mehr Leistung. Per Zusatzsteuergerät entfesselt der Stettener Veredler weitere 115 PS und 160 Newtonmeter aus den Untiefen des royalen Zwölfenders. 686 PS und 980 Newtonmeter stehen damit zur Verfügung. Der Sprint von 0-100 km/h gelingt dem Dawn nun in 4,6 Sekunden (drei Zehntel schneller als bisher), die Höchstgeschwindigkeit belässt Spofec "aus Rücksicht auf die Bereifung" bei abgeregelten 250 km/h.

Keramik-Bremse mit massivem Gewichtsvorteil
Wer seinen Rolls-Royce auch öfter mal auf der Rennstrecke … Quatsch, wir wollten nur wissen, ob Sie noch zuhören. Wer seinen Overdose "gerne sportlich bewegt", dem empfiehlt Spofec die hauseigene Carbon-Keramik-Hochleistungsbremsanlage mit 405er-Scheiben vorne und 395er-Pizzatellern hinten. Wirklich bemerkenswert: Die Keramik-Stopper sparen gegenüber der Serienbremse ganze 38 Kilo Gewicht. Dass der Tuner Ihrem Dawn im Interieur auf Wunsch das volle Programm verabreicht (und es geht wirklich alles, was irgendwie mit Leder, Alcantara, Holz oder Carbon zu tun hat), versteht sich ohnehin von selbst. Lediglich acht Exemplare des überbreiten Dawn wird Spofec produzieren. Für mehr "Overdose" ist die Welt vermutlich auch noch nicht bereit.
(sw)

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