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Tuner verpasst dem GT3 mehr Carbon und Interieur-Flamboyanz Techart carbonisiert den 911 GT3

Leonberg/Essen, 1. Dezember 2017
Was bitte soll man an einem Porsche 911 GT3 noch verbessern? Warum zum Teufel würde man irgendetwas an ihm ändern wollen? Gute Fragen. Auf die manche Menschen trotzdem Antworten liefern. Die Menschen von Techart zum Beispiel. Der Leonberger Tuner kümmert sich seit nunmehr 30 Jahren um die Individualisierung von Boliden aus Zuffenhausen. Auf der Essen Motor Show 2017 (2. bis 10. Dezember)zeigt er nun sein neues Programm für den frei saugenden Modellathleten im 911-Portfolio.

Optisch dezent
Den Antrieb lässt Techart dabei unberührt. Wie soll man aus diesem 9.000 Touren drehenden Kunstwerk von einem Vierliter-Sechszylinder auch nur irgendwas rausholen, was vorher noch nicht da war? 500 PS müssen also weiterhin reichen. Anders sieht es dagegen bei der Karosserie aus. Wobei die Designer des Nachrüsters Gott sei Dank maßvoll an die Sache herangehen. Maßvoll bedeutet: Techart lässt die dicken Schürzen daheim, spendiert dem GT3 stattdessen einen ganzen Haufen neuer und erfreulich dezenter Carbon-Teile. Das Ganze wahlweise hochglänzend oder seidenmatt. Das Angebot umfasst eine Fronthaube (mit Abluftöffnung), eine Frontlippe, Airblades, Winglets, Außenspiegel, neue Seitenschweller, ein Heckflügelprofil, die Hutzen auf der Motorhaube und einen Heckdiffusor. Die beiden mittigen Endrohre tauscht Ihnen der Tuner auf Wunsch ebenfalls. Ersatz kommt in Form eigener Tröten im Carbon-Titan-Mix.

Bunte Räder und Innenräume
Keinen Bock auf die originalen 20-Zöller des 911 GT3? Techart tauscht die Teile gegen hauseigene Schmiederäder mit Zentralverschluss und pinselt Ihnen die ultraleichten Rundlinge auch noch genau so an, wie Sie das wollen. Selbst mehrfarbig, wenn es sein muss. Innen ist es das gleiche Spiel. Man würde zwar denken, so ein GT3-Interieur wäre in all seiner asketischen Fokussierung relativ perfekt, aber vielleicht sehen das einige betuchte Besitzer ja komplett anders. Denen schneidert Techart einen Innenraum auf den Leib, den es dann vermutlich kein zweites Mal gibt. Dazu gehören Leder, Alcantara und Carbon in allen erdenklichen Farben, mehr Lack für solche Dinge wie Türgriffe oder ein neues, deutlich dicker aussehendes Sportlenkrad. An dessen Rückseite gibt es – sollte man die PDK-Option gewählt haben – Alu-Schaltpaddles, die Ihnen Techart auf der Rückseite ebenfalls mit Tierhaut bespannt, damit die Finger bei großer Kälte oder Hitze nicht so arg leiden. Sehr freundlich. Für die Preise gilt das wahrscheinlich weniger. Techart nennt sie leider nicht. Live zu sehen ist der Techart 911 GT3 noch bis zum 10. Dezember in Essen.
(sw)

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