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Texas-Tuning: Hennessey baut „The Exorcist“ Ein Camaro ZL1 mit über 1.000 PS

Sealy (USA), 6. April 2017
Die meisten Krönungen der Fahrzeugschöpfung greifen heutzutage auf die Hybridtechnik zurück – der Porsche 918 Spyder, der Ferrari LaFerrari oder der McLaren P1. Aber die dämonische Zeit der hubraumstarken V8-Monster ist noch nicht vorbei. Zumindest auf der anderen Seite des Atlantiks. Dodge hat dort beispielsweise die Hellcat mit 717 PS aus einem 6,2-Liter-V8 im Programm und Chevrolet bietet den Camaro ZL1 mit ebenfalls 6,2 Liter Hubraum, acht Zylindern und 659 PS an. Sie wollen noch mehr Power? Dann müssen Sie auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten zum Tuner gehen. Zu einem Tuner wie Hennessey Performance. Vorhang auf für "The Exorcist".

Aus 659 werden 1.014 PS
Als Basis für "The Exorcist" dient Firmenchef John Hennessey ein Camaro ZL1 mit dem bereits erwähntem LT4-Motor, der genauso auch in einer Corvette Z06 zum Einsatz kommt. Bei den Seriendaten von 659 PS und 881 Newtonmeter Drehmoment blieb es aber nicht. Ein größeres Kompressor-Ladeluftkühler-System, das mit einem Druck von einem Bar arbeitet, überarbeitete Zylinderköpfe, eine neue Nockenwelle, Edelstahl-Auspuffkrümmer, ein verbessertes Ansaugsystem und ein Upgrade für die Motorsteuerung realisieren 1.014 PS und abartige 1.310 Newtonmeter Drehmoment.

Drag-Bereifung ist Pflicht
Weil kein ausgeklügelter Allradantrieb mit an Bord ist, der die Traktionsverhältnisse des hinterradgetriebenen Muscle-Cars verbessern könnte, ist es ratsam, eine optionale Drag-Bereifung mitzubestellen. So beschleunigt "The Exorcist" laut Tuner in unter drei Sekunden auf Tempo 100. Die Viertelmeile meistert das höllische Gefährt in unter zehn Sekunden. LaFerrari, 918 Spyder und P1 sind in beiden Disziplinen nicht viel schneller.

Unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis
Wie der normale Camaro ZL1 ist auch das Endprodukt von Hennessey mit Sechsgang-Schaltung oder Zehngang-Automatik erhältlich. Damit das automatische Getriebe bei all der Extrapower nicht die Grätsche macht, ist zusätzlich zum normalen Tuningpreis von 55.000 Dollar (51.500 Euro) noch ein weiteres Upgrade für 9.950 Dollar (9.300 Euro) erforderlich. Und wenn Sie noch keinen Camaro ZL1 als Tuning-Basis besitzen, gibt es das Komplettpaket bestehend aus Auto und Umbau ab 119.000 Dollar (111.500 Euro). Zum Vergleich: Die Modelle von McLaren, Porsche und Ferrari sind auf dem Gebrauchtwagenmarkt um das Zehn- bis Zwanzigfache teurer.
(ml)

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