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Mansory-Tuning auf dem Genfer Autosalon 2017 Acht auf einen Streich – von der V-Klasse bis zum Ferrari

Brand (Oberpfalz/Bayern), 7. März 2017
Das tapfere Schneiderlein erschlug sage und schreibe sieben Fliegen mit einem Hieb. Mansory übertrumpft den Märchen-Helden und präsentiert auf dem Genfer Autosalon 2017 (9. bis 19. März) gleich acht Tuning-Fahrzeuge auf einen Streich. Die Palette reicht vom Transporter über das SUV bis zum Sportwagen.

4XX Siracusa Spider mit 790 PS
Der 4XX Siracusa Spyder ist die Mansory-Version des Ferrari 488 Spider. Optische Highlights sind der in der Mitte unterbrochene Heckflügel (mit Lackierung in den italienischen Landesfarben), die goldfarbenen Felgen und der großflächige Einsatz von Carbon. Mit einer modifizierten Motorsteuerung bringt Mansory den 3,9-Liter-V8 von den serienmäßigen 670 auf 790 PS, ähnlich dramatisch erhöht sich das Drehmoment. Progressiv gewickelte Sportfedern legen das Auto um zwei Zentimeter tiefer. Innen gibt es rote Details am Armaturenbrett und etwas Carbon am Lenkrad. Die drei Knöpfe in der Mittelkonsole (R, Auto und Launch) sind in den Farben der italienischen Tricolore gehalten.

Ultrabreite Bentayga Black Edition
Anders als andere Tuner fertigt Mansory sein Carbon in hauseigenen Autoklaven – und setzt das Material so großzügig ein wie sonst kaum jemand. So auch beim SUV von Bentley. An der Breitbau-Karosserie wird Mansorys Lieblingsmaterial nicht nur für die Schürzen, die Motorhaube, die Grillumrandung und den Rahmen ums Heckfenster eingesetzt. Mansory macht nicht mal vor der Dachreling halt. Im Innenraum geht die Carbon-Orgie weiter – am Lenkrad, am Armaturenbrett und in der Mittelkonsole. Ein Sportauspuff und ein modifiziertes Motormanagement bringen den W12-Motor auf 701 PS und 1.050 Newtonmeter.

Maserati Levante in Orange
Auch den Maserati Levante verschönert Mansory. Hier wird das Carbon nicht ganz so plakativ zur Schau gestellt wie beim Konkurrenten von Bentley. Das liegt daran, dass das "Sichtcarbon" hier orangefarben lackiert ist. Auch hier wird Breitbau als Mittel eingesetzt, um einem ohnehin nicht gerade unauffälligen SUV noch mehr Selbstbewusstsein zu geben. Außerdem fallen das Luftloch in der Fronthaube und Details in schwarzem Pianolack wie die Frontlippe mit seitlichen Flaps und die Außenspiegel auf. Der V6-Twinturbo des Levante S erhält durch Modifikationen an der Motorsteuerung und am Auspuff sowie durch einen Sportluftfilter eine Leistungsspritze von 35 PS und leistet dann 465 PS. Innen gibt es viele orangefarbene Elemente, teils im Carbonlook und teils in Leder.

Gronos Black Desert: G500 4x4 hoch vier
Ebenfalls nichts für Understatement-Liebhaber ist die Mansory-Version des Mercedes G500 4x4 Quadrat. Schon die Serienversion ist mit 44 Zentimeter Bodenfreiheit und Portalachsen nichts für Sozialpädagogen mit zartem Gemüt. Mansory verbreitert die Kotflügel und macht das Auto noch breiter. Außerdem setzt Mansory das gleiche granitartig aussehende Carbon ein wie beim Bentayga und pflanzt noch vier Zusatzscheinwerfer aufs Dach. 63 PS mehr als in der Serie setzen dem Ganzen die Krone auf. Dass der Innenraum nicht dezent daherkommt, versteht sich von selbst.

Ein Ausflug in die Business-Welt: Die V-Klasse
Mansory ist eher für individualisierte Sportwagen und SUVs bekannt. Mit der Verfeinerung der Mercedes V-Klasse wagt sich Kourosh Mansory nun auch ins Business-Terrain. Außen zeigt sich der zum Shuttle verwandelte Transporter recht dezent, wenn man mal von dem großen M absieht, das den Stern ersetzt. Der serienmäßig 190 PS starke 250 d erstarkt um 53 PS. Doch der Schwerpunkt liegt hier auf der Gestaltung des Fonds. Zwischen zwei mit weißem Leder bezogenen Einzelsitzen mit Liegefunktion gibt es eine geschwungene Konsole aus Ebenholz, in die optional ein Kühlschrank eingebaut wird – in dem wohl eher Champagner als Karottensaft stehen dürfte. Zwei weitere Sitze können bei Bedarf ausgefahren werden.

Porsche Panamera: Dezentes Carbon
Der in Genf gezeigte Porsche Panamera ist in rotschwarzer Bicolor-Lackierung mit sparsamen gelben Details an Schürzen und Flanken ausgeführt. Auch die Felgen sind rotschwarz. Das Carbon fällt erst auf den zweiten Blick auf. Welches Modell die Basis ist, verrät Mansory nicht, aber vermutlich ist es das leistungsstärkste, der Panamera Turbo mit 550 PS. Nach der Leistungskur ist der Motor jedenfalls nochmal um 35 PS stärker. Das Innere lebt vom Kontrast zwischen dunkelgrauem Leder und knallgelben Linien sowie (für Mansory-Verhältnisse) sparsam eingesetztem Carbon.

Finsterer Rolls-Royce Dawn
Wenn Porsche ins Premiumsegment gehört, dann Rolls-Royce in die Luxussphäre. Die Frage ist, was man an einem Auto wie dem Dawn noch verbessern soll. Aber vielleicht ist das gar nicht das Ziel, sondern es zählt nur die Individualisierung. Mansory gibt dem Cabrio mit einem dunkelgrauen Mattlack einen ziemlich finsteren Look. Dazu kommen rote Details sowie größere Lufteinässe in der Frontschürze. Am Heck kann sich Mansory das granitähnliche Carbon nicht verkneifen. Mansory bringt den V12 zudem auf 740 PS, was einen Normsprint in 4,5 Sekunden ermöglichen soll. Das Interieur des Messeautos erstrahlt im Farb-Dreiklang Schwarz-Weiß-Rot. Überraschung hier: Man findet kein Carbon!

Sportyacht für die Straße: S 63 Cabrio
Als Sportyacht für die Straße stellt Mansory sein achtes Exponat vor, ein Mercedes-AMG S 63 Cabrio als "Black Edition". Passend zum Namen kommt das Auto in mattschwarzem Lack daher. Der innen rot verkleidete Frontscheibenrahmen fällt schon von außen auf. Dazu passend enthält der "Tüpfelgrill" von Mercedes hier rote Pünktchen. Darunter fallen martialisch große Lufteinlässe ins Auge. Hinten überrascht ein riesiger Heckflügel. Der Achtzylinder-Biturbo wird unter anderem durch andere Lader auf monumentale 840 PS gebracht. Damit sprintet der Wagen in 3,5 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht bis zu 300 km/h.
(sl)

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