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Über 600 PS im Piecha AMG GT-RSR Brachial-Umbau für den Super-Stern

Rottweil, 1. September 2016
Pressemeldungen von Tuningunternehmen sind in der Regel ziemlich amüsanter Lesestoff. Anstatt davon zu berichten, was man mit dem optimierten Fahrzeug angestellt hat (mehr Spoiler drangeschraubt, tiefergelegt, ein paar PS rausgeholt), verlieren sich die meisten Veredler in blumigstem Sprachquatsch und stellen seltsame Vergleiche mit kraftvollen Tieren oder seltenen Steinen an. Im Falle des Piecha AMG GT-RSR musste der Saphir herhalten. Vermutlich, weil das Fahrzeug blau ist. Wir überspringen die an den Haaren herbeigezogene Edelstein-Parabel an dieser Stelle und freuen uns lieber auf das, was Piechas Mercedes-AMG GT zu bieten hat. Es ist einiges.

Riesiger Heckflügel
Aus aerodynamischer Sicht glänzt der AMG GT-RSR genannte Super-Benz mit neuen Carbon-"Air-Wings" (in den Lufteinlässen) und "Front-Cup-Wings" (unter den Lufteinlässen) für die Serien-Frontschürze. Dazu gibt es neue Anbauteile für die Seitenschweller (die beim Öffnen der Türen auch leuchten können) sowie einen absolut monströsen Heckdiffusor, dessen Luftleitfinnen fast bis zur Hinterachse reichen. Gekrönt wird das Piecha-Bodykit von einem gigantischen, festen Carbon-Heckspoiler, der die Funktion des serienmäßigen, ausfahrbaren Heckspoilers offenbar nicht beeinträchtigt.

Neue Reifen, mehr Speed
In Sachen Fahrwerk setzt Piecha bei seinem AMG GT-RSR auf einen Gewindefedernsatz. Die ab Werk verbauten elektronischen Dämpfer lässt man unangetastet. Dass der Piecha-GT tiefer liegt, kann man den beigefügten Fotos eindeutig entnehmen. Wie weit es nach unten ging, ist nicht überliefert. Dass neue Reifen – überraschenderweise auf die Serienfelgen - aufgezogen wurden, hingegen schon. Sie kommen von Yokohama und sind eine "speziell für den Piecha AMG GT-RSR freigegebene Sonderversion des Advan Sport V105". Die neu erteilte Geschwindigkeitsfreigabe lautet auf 330 km/h.

Über 100 PS mehr
Und damit dürfte auch klar sein, wie schnell der von Piecha getunte AMG GT fährt. Zum Vergleich: Die Serienversion des AMG GT S schafft 310 km/h. Allerdings hat diese auch über 100 PS weniger. Der Grund dafür ist ein Performance-Modul von Piechas Entwicklungs-Spezis Performmaster, das ziemlich beeindruckende 612 PS und 840 Newtonmeter aus dem 4,0-Liter-Biturbo-V8 quetscht. Die Serienleistung beläuft sich auf 510 PS und 650 Newtonmeter. Der Spurt von 0-100 km/h gelingt dem Piecha AMG GT-RSR in 3,7 Sekunden (minus 0,1 Sekunden). Für (noch) mehr Klang sorgt eine neue Abgasanlage mit vier 90-Millimeter-Endrohren. Der Preis für das komplette Bodykit beläuft sich auf 23.324 Euro, die Leistungssteigerung liegt bei 4.998 Euro und der Gewindefedernsatz kostet 1.119 Euro.
(sw)

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