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Widebody-Kit für das Range Rover Evoque Cabrio Unnötiges noch unnötiger machen?

Laupheim, 3. Januar 2017
Wer hätte vor April 2016 gedacht, dass die Welt eine Cabrio-Version des zugegebenermaßen sehr gelungenen Range Rover Evoque braucht? Also, wir nicht. Trotzdem: Extravagante SUV-Versionen kommen an. Und wenn die höhergelegten City-Cruiser als Coupé schon so gut angenommen werden, warum soll es dann nicht auch offene Versionen geben? Um dem ganzen Wahnsinn noch die Kirsche auf dem Sahnehäubchen zu verpassen, bietet Tuner Hamann nun ein Widebody-Kit für das Evoque Cabrio an. Verrückt? Schon irgendwie.

Breit, breiter, Hamann
Bereits die Frontschürze von Hamann verwandelt den Look des Cabrios drastisch. Die Optik wird deutlich maskuliner und aggressiver, gleichzeitig zieht sich die Front allerdings auch etwas in die Länge, was die Proportionen nicht gerade zum Positiven verändert. Im Detail verbaut Hamann einen geteilten Kühlergrill, neue Lufteinlässe und integrierte Tagfahrlichter. Um dem Wahnsinn ein Gesicht zu geben, können wir vermelden, dass das Cabrio dank dem Widebody-Kit an der Vorderachse um 70 Millimeter und an der Hinterachse um 80 Millimeter in die Breite wächst. An dem beträchtlichen Muskelzuwachs haben besonders die Kotflügelverbreiterungen einen großen Anteil, die in markante Seitenschweller enden. Am Heck gibt es eine neue Schürze samt großem Diffusor, der eine neue Abgasanlage beheimatet.

Mehr Power? Nur moderat
Wer nun denkt, einer derart brachialen Optik würde auch eine gehörige Portion Extra-Power folgen, der irrt. Lediglich 20 PS mehr spendieren die Laupheimer dem Top-Benziner mittels einer Kennfeldoptimierung. So leistet das Triebwerk statt 240 nun 260 PS. Das Drehmoment wächst von 340 auf 395 Newtonmeter an – immerhin. Den Leistungs-Mangel versucht Hamann allerdings mit einem anderen Feature wett zu machen: In Zukunft werden alle Hamann-Tuning-Teile mit einem Echtheitszertifikat samt fälschungssicherem Hologramm verschickt, um Fernost-Nachbauten zu entlarven. Wäre aber auch peinlich, ein Auto zu fahren, das nicht nur aussieht, wie fragwürdiges China-Tuning, sondern es auch ist. Aber: Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten.
(mf)

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